Wie viele von den PH-StudentInnen haben vorab versucht, das Ausmaß des zu erwartenden Aufwands für das Studium herauszufinden? Und wie viele haben mehr als oberflächige und schwammige Antworten erhalten? Daher möchte ich hier versuchen, das etwas zu konkretisieren…
Los ging es am Anfang des ersten Semesters mit dem Einführungsmonat – wow, Unistart!
Neben den frischgebackenen MaturantInnen, Um- und Umum- (und evtl. Umumum-SteigerInnen von anderen Studien zum (jetzt hoffentlich endgültig richtigen) PH-Studium) und Spätentschlossenen (und sehr spät Entschlossenen) und Mütter, die mit ihren eigenen Kindern nicht genug haben, sitze ich in den ganzen Einführungsvorlesungen. Sehr interessant – Pädagogik, Didaktik, Schulrecht, Psychologie… alles neu. In fast jeder Vorlesung kommt der hilfreiche Hinweis „Sie brauchen das gar nicht genau mitschreiben, dass hören Sie ALLES VIIIIIEL GENAUER noch einmal in den Vorlesungen in den kommenden Monaten.“
Aha. Sehr wichtige Einführungsveranstaltungen also.
Oh, Moment, der erste Arbeitsauftrag: eine 5-seitige Zusammenfassung eines Buchkapitels.
Naja, und dann geht das Semester richtig los: Es ist spannend, es gibt viel aufzunehmen und noch viel mehr zu schreiben, im besten Fall nur:
- Eine weitere Zusammenfassung eines Buchkapitels
- Erarbeitung eines Themas inkl. Buchzusammenfassung inkl. Zeitleistenerstellung
- Zusammenfassung einer Literaturrecherche
- Reflexion einer Literaturerarbeitung
- Interpretation eines Artikels
- Regelmäßige Literaturstudien
- Regelmäßige schriftliche Reflexionen des Praxisalltages
Und nebenbei erfreuen wir uns an dem normalen Prüfungsmonat einer jeden Uni zu Ende des Semesters. Es ist äußerst (oder oißerst?
) fürsorglich der ProfessorInnen, die sich hingebungsvoll bemühen, keine Fadesse im Studentenleben aufkommen zu lassen.
Ist das PH Studium deshalb ein hartes, gemeines Studium? Nein, das kann ich aus voller Überzeugung sagen. Die ProfessorInnen sind fast ausnahmslos menschliche, verständnisvolle Wesen, die zwar fordern, aber absolut nicht überfordern.
Für alldiejenigen, die sich ernsthaft überlegen, auf der PH das Volksschullehramt zu studieren, sei gesagt: Es wird einem garantiert nicht langweilig bei dem Studium, aber der Stressfaktor hält sich wahrlich in überlebbarem Ausmaß! Und wenn man noch das Glück hat, in einer netten Gruppengemeinschaft zu sein, die Fantastisch ist – Studentenherz, was willst Du mehr!
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